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Visionsentwurf und Rückmeldephase

Im letzten Jahr hat sich unsere Pfarrei St. Ursula auf den Weg gemacht, um mit möglichst vielen Menschen zusammen eine gemeinsame Vision zu finden: Sehr breit wurden in einer Interviewphase Menschen gefragt, was sie denken, was ihnen im Leben wichtig ist und wie sich eine Kirche vorstellen, die für das Leben der Menschen relevant ist. Dann waren viele Menschen zu einem Visionstag in die Stadthalle eingeladen worden, um ihre Themen zu setzen und daraus Sätze für die Vision zu formulieren. Aus diesen Puzzleteilen ist nun nach einer Phase der Redaktionsarbeit der Entwurf einer Vision entstanden. Jetzt wurde diese Vision in den Gemeinden vorgestellt.



Sie haben sich durch die Interviews, die Teilnahme am Visionstag oder einfach durch Ihr Interesse am Visionsprozess beteiligt. Nun möchten wir Sie gern fragen:

Passt’s? Taugt der Entwurf dazu, dass er unsere gemeinsame Vision sein kann?

Wenn Sie den Entwurf noch einmal nachlesen möchten, oder an den Veranstaltungen nicht teilnemen konnten, können sie sie hier herunterladen:
Visionsentwurf
Der Visionsentwurf war aus den Sätzen entstanden, die am Visionstag für die Vision formuliert worden waren. Informationen zur Rückmeldephase finden Sie in
Rueckmeldung_Visionsprozess.pdf.


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Im Zusammenhang der Rückmeldephase zum Visionsprozess ist eine ganze Reihe von Fragen aufgetaucht. Hier eine Auswahl.

- Wie ist der Visionsentwurf entstanden?

- Anderthalb Seiten – das ist ziemlich lang für eine Vision? Geht’s nicht kürzer?

- Was ist eigentlich mit den 350 Interviews, die im letzten Jahr geführt wurden? Sind die auch berücksichtigt?

Für Weitere Fragen und deren Antworten klicken Sie hier.

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Unsere Vision in acht Worten (ENTWURF):

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glauben
Wir wollen unseren Glauben in der Nachfolge Jesu leben, erfahrbar machen, miteinander austauschen und dadurch unsere Verbundenheit mit Gott und untereinander vertiefen.
Aus unserem Glauben heraus wollen wir Wahrheit im gemeinsamen Dialog erkennen. Wir geben Gottes Zusage Raum für ein Leben in Fülle. Wir vertrauen ihm und wollen mutig immer wieder neu aufbrechen. Wir leben unsere Spiritualität aus einer gemeinsamen Mitte.

ausstrahlen
Wir glauben, dass jeder Mensch, so wie er und sie ist, von Gott geliebt ist. Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch auf seine Weise von Gott berufen ist. Diese Zusage und Jesu frohmachende Botschaft lassen uns darauf vertrauen, Freude und Hoffnung spürbar leben zu können, auszustrahlen und mit anderen zu teilen.

öffnen
Wir öffnen Räume der Begegnung und öffnen uns für die Bedürfnisse und Ideen der Menschen. Wir haben ein offenes Ohr und Herz für alles, was die Menschen bewegt, gerade auch für ihre Fragen, Sorgen, Ängste und Nöte.

wertschätzen
Wir begegnen einander achtsam, respektvoll und wertschätzend.
Wir ermutigen Menschen, ihre Fähigkeiten und Begabungen einzubringen. Wir wollen mit unseren Unvollkommenheiten geschwisterlich umgehen.

einladen
Wir wollen die Menschen in unserem Lebensumfeld in ihren Lebenswirklichkeiten und -zusammenhängen wahrnehmen und verstehen.
Wir gehen auf Menschen zu, sprechen sie an, laden sie ein und lassen uns ansprechen. Wir fördern aktiv und unvoreingenommen vielfältige Begegnungen, auch über die Gemeinde- und Pfarreigrenzen hinaus.

beteiligen
Kirche realisiert sich durch die Menschen vor Ort.
Wir bieten allen einen Rahmen zur aktiven Beteiligung in den Gemeinden und in unserer Pfarrei St. Ursula an. Hierbei ist uns wichtig, dass wir in den Gottesdiensten und allen Verantwortungsbereichen eine wirkliche und ehrliche Beteiligung ermöglichen, die Gestaltungsspielraum für konkrete Projekte eröffnet.

verändern
Wir nehmen in unserer Kirche Grenzen und Begrenzungen wahr, z.B. zwischen Männern und Frauen, zwischen Laien und Klerikern, zwischen den Konfessionen, zwischen Jung und Alt, zwischen innen und außen.
Deshalb öffnen wir uns zur kritischen Auseinandersetzung und vertrauen dabei auf Gottes Beistand. Wir ermutigen uns, Veränderung zu leben und neue Wege zu gehen. Papst Franziskus bestärkt uns darin.

handeln
Uns ist wichtig, dass unser Handeln mit unserem Reden übereinstimmt und Relevanz im Alltag hat. Wir helfen besonders Menschen in Not. Wir sind Teil dieser Erde und zutiefst verbunden mit allen Geschöpfen. Deshalb sind wir uns unserer Verantwortung für diese Welt bewusst, beziehen Position und bringen uns aktiv ein.
Wir sehen uns hierbei in Verbundenheit mit der katholischen Kirche weltweit und allen, die das Evangelium leben.
Wir engagieren uns für die Zukunftsfragen, die das Zusammenleben der Menschen betreffen – weltweit und hier vor Ort in Oberursel und Steinbach.

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